http://kirchengemeinde-friedewald.de +++ Liebe Gemeindemitglieder, der nächste Gottesdienst findet am 5. Juli um 10:00 Uhr in der Burgruine Friedewald statt.

Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche, ein Fest, das uns mit Freude erfüllt und unweigerlich mit der Farbe ROT verbunden ist. In diesem Jahr haben wir es anders gefeiert als sonst … nicht mit einem oder mehreren Gottesdiensten, sondern jede/r für sich zu Hause mit einer besonderen Pfingstandacht, die verteilt und verschickt wurde.

Die Kirchengemeinden von Friedewald, Heimboldshausen, Widderhausen, Kleinensee bis Philippsthal, von Wippershain, Schenklengsfeld, über Ransbach, Hilmes, Ausbach bis nach Wölfershausen, Lengers, Herfa und Heringen haben sich eine besondere Pfingstaktion überlegt und dazu eingeladen, in die Fenster, an die Türen oder Balkone einen roten Stoff oder Gegenstand zu hängen als Zeichen dafür: Pfingsten ist rot, will die Glut der Leidenschaft neu entfachen und uns mitten ins Herz treffen.

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Von „Lockdown“ ist in den letzten Wochen oft die Rede. Gemeint sind die strikte Ausgangssperre und der nahezu völlige Stillstand des privaten und beruflichen Lebens. Mitte März wurde über weitreichende Einschränkungen entschieden, um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen bzw. zu verlangsamen: Kindergärten und Schulen wurden von einem Tag auf den anderen geschlossen. Die Türen vieler Geschäfte blieben zu. Hotels und Restaurants durften keine Gäste mehr empfangen. Viele Berufstätige arbeiten seitdem im Homeoffice. Und: Es fand seitdem kein gemeinsamer Gottesdienst mehr statt!

Doch gerade in Zeiten der Not suchen Menschen besonders stark Zuflucht im Glauben. Wohin mit all unseren Gedanken? So vieles ist bedrückend und macht uns Sorgen. Manch anderes, was wir gerade erleben, stimmt uns hoffnungsvoll. Und wir möchten danken, für das, was wir haben und das, was uns bisher erspart geblieben ist. Das tun wir normalerweise im Gottesdienst!

Wie schön, dass wir in Friedewald für genau diese Bedürfnisse ein Medium gefunden haben! Ein Gottesdienst für zu Hause, der jeden erreicht, der sich nach göttlichem Beistand und der Gemeinschaft im Glauben sehnt. Unsere Andacht „Licht der Hoffnung“ ist für viele schon lange kein notdürftiger Ersatz mehr, sondern eine liebgewonnene Alternative. Für viele Familien ist die tägliche Andacht zu Hause ein festes Ritual geworden. Aktuell erhalten über 150 Haushalte täglich ihre Andacht per Email, Whatsapp oder Brief – ganz nach persönlichem Belieben. Unsere engagierte Pfarrerin und viele fleißige Helfer machen dies möglich! Wenn auch Sie die tägliche Andacht bekommen möchten, melden Sie sich einfach im Pfarramt (Tel: 06674/266 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Nun erleben wir alle ein langsames „Auftauchen“ aus der Krise. Geschäfte dürfen wieder öffnen, die ersten Schulklassen kommen wieder zum Unterricht, Restaurants dürfen wieder Gäste empfangen. Jedoch alles unter strikten Auflagen! Nach und nach scheint ein Stückchen Normalität in unseren Alltag zurück zu kehren. Doch so ganz normal fühlt es sich dann irgendwie doch nicht an, wenn man mit Mundschutz und hinter Absperrband beim Bäcker ansteht. Die Gefahr ist allgegenwärtig!

So ist es auch mit dem Gottesdienst. Wie haben uns im Kirchenvorstand intensiv Gedanken gemacht, wie wir unser Wiedersehen in der Kirche gestalten möchten. Gottesdienst ist aktuell „rechtlich“ wieder möglich, jedoch unter Einhaltung zahlreicher Auflagen. Für unsere Gemeinde würde das bedeuten, dass wir aufgrund der räumlichen Gegebenheiten ausschließlich in der Kerngemeinde Friedewald Gottesdienst feiern dürften. Um die Abstandsregelungen einzuhalten, dürften nicht mehr als 15 Besucher in die Kirche. Desinfektionsmaßnahmen sind einzuhalten. Weiterhin ist ein Mundschutz zu tragen. Das Singen ist untersagt. Wir müssen Teilnehmerlisten führen und diese dem Gesundheitsamt – für mögliche Quarantänemaßnahmen – zur Verfügung stellen.

Unser Bauchgefühl sagt uns, dass ein solcher Gottesdienst für die Menschen eher beklemmend als bereichernd sein wird. Zudem sehen wir auch unsere gesellschaftliche Verantwortung denen gegenüber, die diesen Gottesdienst besuchen. Wir möchten nicht die Ursache möglicher Neuansteckungen sein. Wie schnell kommt es im Anschluss an die Veranstaltung doch noch zu dem ein oder anderen Plausch vor der Kirche, weil die Freude über das Wiedersehen so groß ist. Unsere Devise heißt daher weiter „Abstand als Zeichen von Nächstenliebe“.

Unsere neu gewonnene Freiheit steht derzeit noch auf sehr wackligen Beinen. Niemand weiß, wie sich die derzeitigen Lockerungen auf die Ansteckungszahlen auswirken. Im schlimmsten Fall werden die Auflagen wieder verschärft. Wir möchten uns daher noch ein wenig in Geduld üben, damit der Anfang nicht gleich wieder ein Ende ist.

(Natascha Riebold im Namen des Kirchenvorstandes)

 

Liebe Gemeinde,

seit fast 3 Wochen feiern wir als Gemeinde täglich um 18:00 Uhr Andacht, verteilen sie an ca. 150 Menschen per Email oder Brief. Wir treffen uns miteinander im Geiste, lesen die Texte, beten und singen oder lauschen den Liedern, die verschiedene Menschen aus der Gemeinde für uns aufnehmen.

Und jetzt feiern wir bald Ostern ... ganz anders als sonst. Am Gründonnerstag gibt es kein Abendmahl in der Kirche, sondern zu Hause mit der Familie oder allein. Wir laufen keinen Kreuzweg durch die einzelnen Kirchen und es gibt auch keine Osternacht in der dunklen Kirche, die während des Gottesdienstes zur Auferstehung Jesu mit hellem Kerzenschein zum Leben erwacht.

Wir werden in diesem Jahr die Ostertage mit den täglichen Andachten feiern und vielleicht trotz oder gerade wegen der ganzen Umstände das Leben und Leiden Jesu intensiver erleben als jemals zuvor. Wenn Sie noch an den täglichen Andachten teilnehmen möchten, dürfen Sie sich gern im Pfarrbüro melden.

Wenn Sie möchten, besuchen Sie gern die Kirche in Friedewald. Dort gibt es "Segen zum Mitnehmen" und ein Kreuz, an das man seine Gebetsanliegen heften kann. Und wer weiß ... vielleicht findet sich am Ostersonntag dort auch eine Überraschung ...

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen HelferInnen, die dafür sorgen, dass die Andachten mit Musik erfüllt sind und die Briefe verteilt werden. Ohne die vielen engagierten Menschen könnten wir die Zahl der vielen Andachten pro Tag nicht schaffen, die uns doch irgendwie gut tun und uns im Geiste verbinden.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Osterfest!

Ihre Pfarrerin

Julia Kaiser

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