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Im Vorstellungsgottesdienst am 7. Mai wurden die während des Konfirmandenwochenendes erarbeiteten Dinge zusammen geführt und von den KonfirmandInnen zusammen mit ihren Konfirmationssprüchen vorgestellt. Den Gottesdienst gestalteten die Jugendlichen fast vollständig selbst und beeindruckten damit nicht nur die Familien und Freunde, sondern auch die BesucherInnen, die anlässlich des Kuppenrhöner Landmarktes gekommen waren.
Unser Leben ist manchmal wie das Leben in einer Kiste... Schule, Arbeit, Familie, Vergangenheit, Zukunft, wir sagen Sätze und Wörter, treffen uns mit Freunden, wir spielen, haben Spaß, sind genervt, mal farbenfroh und mal grau.
Und Gott hält all das in seiner Hand und lädt uns ein: „Komm raus aus deiner Kiste, von Zeit zu Zeit, gönn dir Momente, um mit mir zu reden, um dir klar zu machen: Du hast dein Leben nicht selbst in der Hand, sondern ich Gott, habe dich bei deinem Namen gerufen. Dein Leben mit allem, was schön ist und mit allem, was schwer ist, liegt in meiner Hand. Und was immer auch in deiner Lebenskiste Platz findet, ich werde immer mit dabei sein.“
(J. Kaiser)

Vom 25.-26. März konnte man in der Nabu-Scheune in Motzfeld tagsüber abwechselnd lautes Lachen, konzentriertes Vor-sich-Hin-Brüten, mitunter auch Augen-Rollen und nachts vor allem lautes Schnarchen vernehmen. Es war wieder einmal Zeit für das alljährliche Konfirmandenwochenende zur Vorbereitung des Vorstellungsgottesdienstes.
In diesem Jahr war das Thema „Mein Leben in einer Kiste“. Die KonfirmandInnen bekamen eine Obstkiste geschenkt, der sie zunächst einen frischen Anstrich verliehen („Ich habe meine Kiste rot-weiß angemalt, weil das die Eintracht-Farben sind.“). Anschließend stellten sie einen Gegenstand hinein, den sie aus ihrer Kindheit mitgebracht hatten. So fanden Fußbälle, Legosteine, Stofftiere und sogar die allerersten Schuhe einen Platz in der Kiste. Den Tag über füllte sich die Kiste mit vielen Dingen: die Konfis formten aus Ton ein Symbol für das, was ihnen heute wichtig ist, sie pflanzten eine Blumenzwiebel als Zeichen für all das, was im Leben nach der Konfirmation noch kommen wird, sie schrieben ihre Lieblingssprüche und – Sätze auf Zettel und klebten sie in die Kiste, posierten für ein Foto mit ihren Freunden, machten einen Handabdruck und zum Schluss kam das Wichtigste: ein selbstgebasteltes Kreuz aus zusammengesuchten Zweigen.
Die Nacht war wie immer spannend, denn wenn 15 Jugendliche + Betreuer zusammen auf einem Dachboden eingerollt in ihren Schlafsäcken versuchen zu schlafen, kann das sehr interessant klingen. Als es mitten in der Nacht ziemlich kalt wurde, musste ich auf die Suche nach der Person gehen, die in geistiger Umnachtung den Stecker der elektrischen Heizung herausgezogen hatte, um das smartphone aufzuladen.
Nicht gerade gut erholt, aber mit viel Material für den Vorstellungsgottesdienst im Gepäck kehrten die KonfirmandInnen am Sonntag wieder nach Hause zu ihren eigenen Betten und vor allem eigenen Steckdosen zurück. :-)
(J. Kaiser)

Unter dem Motto ,,Farbenspiel des Lebens" fand am 22. Februar der Gemeindenachmittag in Friedewald statt. Nicht nur zahlreiche Lieder zum Thema ,,Farben" wurden gesungen, sondern wir versuchten uns auch an einem Farb-Gedächtnisspiel. Monika Niedling begeisterte uns mit farbenfrohen Tüchern und Bällen und brachte die Gruppe mit Salsa, Samba und frohen Klängen zum Tanzen im Sitzen. Trotz des grauen Februarhimmels verbrachten wir einen farbenfrohen Nachmittag bei selbstgebackenen Kräppeln, lachenden Sitznachbarn und fröhlichen Tanzrhythmen.

 

Am 11. Februar fand wieder ein ereignisreicher Kinderbibeltag statt. Im Dorfgemeinschaftshaus in Motzfeld trafen sich wieder rund 30 Kinder und hörten die Geschichte vom Zöllner Zachäus, der so gern Jesus sehen wollte und dafür auf einen Baum steigen musste. Wie schwierig es ist, auf einen Baum zu klettern, wenn man selbst sehr klein ist, durften die Kinder auch gleich an einem geeigneten Baum in Motzfeld ausprobieren. Jil und Lenya gewinnen an dieser Stelle den „Eichhörnchenpreis“.

Die biblische Geschichte geht zum Glück gut aus. Jesus schaut zu Zachäus hinauf, sieht ihn an und sagt: „Kleiner Mann komm her, du bist doch wer!“ Und dann isst er zusammen mit Zachäus in seinem Haus und feiert mit ihm. Jesus hat Zachäus damals gut behandelt und ist ihm zum Licht geworden, obwohl der sich anderen gegenüber nicht gut verhalten hat. Als Zeichen für dieses Licht gestalteten die Kinder selbst Kerzen, die im Familiengottesdienst am nächsten Morgen angezündet wurden.

Nicht allen Menschen hat es damals gefallen, dass Jesus bei Zachäus gegessen hat, weil sie ihn für „unwürdig“ hielten. Noch immer ist es nicht selbstverständlich, dass Kinder genauso am Abendmahl teilnehmen dürfen wie Erwachsene. Um uns daran zu erinnern, dass unsere Kirchengemeinde die Kinder schon seit sehr vielen Jahren dazu einlädt, feierten wir den Gottesdienst mit Abendmahl. Natürlich durfte dabei die selbst gefertigten Brotstückchen der Kinder und die liebevoll bemalten Gläser für den Traubensaft nicht fehlen.

Am 14. Dezember fuhren gleich zwei Busse vollgeladen mit fröhlichen Gemeindegliedern von Friedewald nach Sargenzell, um sich die Krippenausstellung anzuschauen.

Dort wurden wir von Herrn Quell begrüßt, der seit Jahren im Verein der „Hünfelder Krippenfreunde“ aktiv ist und bekamen eine Einführung zu den 48 Krippen, die zur 14. Krippenausstellung in der Alten Kirche Sargenzell ausgestellt waren. Aussteller waren sowohl Krippensammler als auch Bildhauer.

Er erklärte uns, dass Krippendarstellungen seit jeher Ausdrucksmittel der Heilsgeschichte der Geburt Christi seien. Die Art der Darstellung sei immer bunt und vielfältig. So konnten bei der Ausstellung sowohl traditionelle Krippen – besonders bewundert wurde eine Wurzelkrippe, die mit Schwämmen aus dem Wald gestaltet war – als auch eine moderne Krippe, die dem Zweck der Gesellschaftskritik und Provokation dient, bewundert werden.

Neben einer Vielfalt von Krippendarstellungen wurde uns auch eine Sonderausstellung im Chorraum der Kirche mit dem Titel „Weihnachten bei Freunden" präsentiert. Die Sonderausstellung gab uns einen kleinen Einblick in die Krippentraditionen aus Hünfelds Partnerstädten (Landerneau/Bretagne, Proskau/Oberschlesien/Polen, Steinberg im Vogtland/Erzgebirge, Geisa/Thüringen und Neustadt an der Tafelfichte).

Den Nachmittag ließen wir bei Weihnachtsliedern, Leberkäse und Brötchen im Gemeindehaus in Friedewald ausklingen.

   
© Ev. Kirchengemeinde am Dreienberg Friedewald