Interview mit Nicole Kaiser

Nicole Kaiser

Gottesdienst ist für mich…
… eine Zeit, um innerlich zur Ruhe zu kommen.

 

Meine liebste Bibelstelle…
Lasset uns nicht lieben mit Worten sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. (1.Joh 3,18). Das ist ein bisschen mein Lebensmotto. Nicht viel über irgendetwas diskutieren, sondern einfach handeln und sich selbst dabei treu bleiben.

 

Das Peinlichste, das mir je im Gottesdienst passiert ist…
… Da wüsste ich nichts. Bis jetzt toi, toi, toi. Sogar als die Bibel zugeschlagen war, habe ich die Stelle schnell wiedergefunden.

 

Mein schönstes Erlebnis als Lektorin:
Das Lob, das man hinterher bekommt und alle besonderen Gottesdienste (Mobil ohne Auto, Kuppenrhöner Landmarkt). 

 

Mein liebstes EG-Lied:
Ins Wasser fällt ein Stein.

 

Wie bist du Lektorin geworden?
Durch Pfarrer Küllmer. Ich habe damals Kindergottesdienst gemacht und war im Posaunenchor. Dann hat er gefragt, ob ich es machen wollte. Und dann habe ich 1994 damit angefangen.

 

Was macht man da so als Lektorin?
Man lernt den Ablauf des Gottesdienstes. Damals wurde auch viel Wert auf Vorlesen gelegt. 

 

Was muss man als Lektor/in mitbringen?
Freude am Reden vor Menschen. Man muss sich auf fremde Predigten einlassen können und sie zu seinen eigenen machen können.

 

Was ist der Unterschied zwischen Gottesdienstbesucherin sein und Lektorin sein?
Als Gottesdienstbesucherin kann ich mich komplett hingeben, während ich als Lektorin die Verantwortung dafür habe, dass alles läuft.

 


 

Interview mit Cornelia Mohr

Bild1Gottesdienst ist für mich…
… eine große Feier.

Meine liebste Bibelstelle…
… Oh, da gibt’s so viele. Apg 17,28 (Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir.)

Das Peinlichste, das mir je im Gottesdienst passiert ist…
… Da gab es nichts.

Mein schönstes Erlebnis als Lektorin:
Das ist genauso schwer. Wenn man z.B. angesprochen wird, ob man eine Silberhochzeit machen möchte, wenn jemand sagt, dass er aus meinem Gottesdienst viel mitgenommen hat, oder z.B. besondere Gottesdienste zum Backhausfest oder zum Feuerwehrfest (Hillartshausen). Das ist eine besondere Atmosphäre. Aber auch immer wieder der ganz normale Gemeindegottesdienst. Ich freue mich auf jeden Gottesdienst, egal in welcher Gemeinde. 


Mein liebstes EG-Lied:
Das ist saisonabhängig. Im Moment ist es die 70 (Wie schön leuchtet der Morgenstern), aber ich mag auch die 593 (Licht das in die Welt gekommen).

Wie bist du Lektorin geworden?
Unser Pfarrer hat mich angesprochen und gesagt: „Ich glaube, du kannst das.“ An was er das festgemacht hat, weiß ich nicht. Dann war ich mit zwei anderen in Melsungen zum Vorgespräch. Die Ausbildung fand in Bad Hersfeld am Frauenberg statt.

Was macht man da so als Lektorin?
Man lernt den Gottesdienst-Aufbau, vor Menschen zu stehen und zu lesen. Auch theologische Themen (Altes Testament, Neues Testament) und praktische Übungen zu allen liturgischen Handlungen. Wie stehe ich vor dem Altar? Wie bewege ich mich? Mir fällt es immer noch auf, wenn ein Pfarrer sich nicht mit der Herzseite vor dem Altar dreht. Auch den Segen haben wir geübt und wie ich mich beim Segen wohl fühle.


Wie lange dauert die Ausbildung?
Ich glaube ziemlich genau ein Jahr, ein Wochenende im Monat außer im Sommer.

Was muss man als Lektor/in mitbringen?
Das allerwichtigste ist, einen lebendigen Glauben zu haben und keine Scheu, über Jesus Christus zu sprechen. Hätte mir jemand in der Schulzeit gesagt, dass ich vor der Gemeinde stehen kann – auch in besonderen Besuchen wie z.B. zum Bischofsbesuch – hätte ich niemandem geglaubt. Man wächst da auch rein.
 

Was ist der Unterschied zwischen Gottesdienstbesucherin sein und Lektorin sein?
Wenn ich als Lektorin da bin, dann ist die größte Freude schon vorher gewesen, weil ich schon viel mit dem Gottesdienst erlebt habe. Das Spannende ist dann, mich darauf einzulassen, was die Gemeinde mir entgegen bringt. Aber ich mag beides gern.


Wenn Sie Lust darauf bekommen haben, Lektor oder Lektorin zu werden oder mehr darüber zu erfahren, dann melden Sie sich im Pfarramt oder bei Nicole Kaiser! (06674/919010)

   
© Ev. Kirchengemeinde am Dreienberg Friedewald